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Sechs Mitgliedsstädte 07.05.2026

Projekte mit polis Award für Stadtentwicklung ausgezeichnet

Ausgezeichnet wurden engagierte, richtungsweisende, kooperativ umgesetzte Lösungen für die Stadt der Zukunft.

polis Award 2026: Bilder der Preisträgerprojekte aus NRW

Projekte aus sechs Mitgliedsstädten des Städtetages NRW sind beim polis Award 2026 in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet worden. Nach Dortmund, Düsseldorf und Köln gingen gleich jeweils zwei Preise, nach Aachen, Duisburg und Münster jeweils ein Preis. Insgesamt sind in acht Kategorien 24 Projektrealisierungen ausgezeichnet worden, die aus 160 Einreichungen bestimmt wurden.

Der polis Award sucht bundesweit nach mutigen und kreativen Lösungen für all die Themen, die im Sinne einer gemeinwohlorientierten Entwicklung von Städten relevant sind und den komplexen Anforderungen an die Stadt der Zukunft gerecht werden. Dabei liegt der Fokus auf partnerschaftlich realisierte, kooperative Projekte, ob in kommunaler oder privater Verantwortung. 

Über die Auszeichnung von engagierten und richtungsweisenden Lösungen entscheidet eine 15-köpfige Jury, bestehend aus interdisziplinären Expertinnen und Experten aus Stadtplanung, Architektur, Immobilienwirtschaft und Fachpresse.


Überblick über ausgezeichnete Projekte aus Mitgliedsstädten

AAchen

"Haus der Neugier": 3. Platz in der Kategorie "Reaktivierte Zentren"

Das "Haus der Neugier" transformiert das ehemaliges Horten-Kaufhaus in der Aachener Innenstadt zu einem offenen Treffpunkt und "Dritten Ort". Unter einem Dach vereint es Stadtbibliothek, VHS und frei zugängliche Kultur- und Aufenthaltsangebote. Wo zuvor Rolltreppen die Verkaufsebenen erschlossen, entsteht ein lichtdurchflutetes Atrium, in dem frei geführte Treppen die Ebenen vernetzen - der Weg der Neugier. Bibliotheks- und VHS-Angebote werden vereint und gebündelt nach Themenfeldern (Sprache, Arbeit, Spiel, Streit, Leben, FreiFeld) in der offenen Raumlandschaft verortet. Ergänzt wird das Angebot durch flexibel nutzbare Räume. Die neue, transparente Fassade öffnet das Haus in den Stadtraum, transportiert den Funktionswandel und ist zugleich eine Reminiszenz an die ehemalige Horten-Fassade. Unter den Partnern des Projektes ist auch die Stadt Aachen. 

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Dortmund

Adlerstraße – Wohnen in der Schule: 2. Platz in der Kategorie "Urbanes Flächenrecycling"

Die denkmalgeschützte Schulanlage in der Adlerstraße in der Dortmunder Innenstadt wurde zu einem zukunftsfähigen Wohnprojekt mit viel Platz für die Gemeinschaft umgebaut. Die Schule war in den 1950er Jahren entsprechend der Leitlinien für den „neuen Schulbau“ errichtet worden: Umgeben von einem großzügigen Schulhof prägen lichte Erschließungsbereiche die Atmosphäre im Inneren. Innerhalb der Struktur der Schulräume entstanden unterschiedliche Wohnungstypen: 3-Zimmer-Wohnungen in Klassenräumen, Clusterwohnungen in Verwaltungs- und Fachräumen sowie Mikroapartments in Sanitärräumen. Die Schultreppenhäuser- und Flure dienen nun den Mieter*innen als qualitätvolle Erschließungs- und Kommunikationsbereiche. Der Schulhof wurde zum einladenden Freiraum für die Bewohner*innen und die Nachbarschaft.

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WIR aufm Revier – Umbau einer Polizeiinspektion zum Wohnhaus für eine Baugruppe: 2. Platz in der Kategorie "Intelligente Nachverdichtung"

Die ehemalige Polizeiinspektion aus den 60er-Jahren im Stadtteil Hörde beeindruckt nach ihrer umfassenden Sanierung und Aufstockung als ein gemeinschaftliches Wohngebäude. Der Verwaltungsbau und die Nebenanlagen wurden zu einem genossenschaftlichen Wohnprojekt mit 23 individuellen Mietwohnungen mit Balkonen und viel Raum für die Gemeinschaft umgebaut. Über 40 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert. Ein großer Gemeinschaftsraum mit Dachterrasse bildet das kommunikative Zentrum der generationsübergreifenden Nachbarschaft. Der Hof wurde teilentsiegelt und bepflanzt. Er bietet Platz für PKW- und Fahrradparkplätze und dient im grünen hinteren Bereich als sommerlicher Treffpunkt. Die Rohbaukonstruktion des Bestandsgebäudes stellt als »graue Energie« die Grundlage des zukunftweisenden Wohnprojektes dar.

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Duisburg

Phase Null - Green Gesamtschule: 3. Platz in der Kategorie "Impulsgebende Phase Null"

Die Green Gesamtschule in Duisburg Rheinhausen, ist geprägt von der soziokulturellen Vielfalt des Einzugsgebietes. Sie versteht sich nicht nur als Lernort, sondern auch als Lebensort und Schutzraum für ihre Schülerschaft sowie als Anlaufstelle für die Menschen aus dem Quartier. Leitbild ist es, jedes Kind individuell zu fördern und zum bestmöglichen Abschluss zu führen. Aufgrund der baulichen und räumlichen Situation stößt die Schule mit dem Sozialindex 7 an derzeit an ihre Grenzen und soll einen Neubau erhalten. Als multiprofessionelles Team aus Pädagogik und Architektur haben wir gemeinsam mit allen relevanten Akteursgruppen ein verbindliches, auf Schülerschaft und Quartier abgestimmtes Programm erarbeitet und daraus ein zukunftsorientiertes räumliches Konzept für die Schule entwickelt.

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Düsseldorf

Goldeck, Lütticher Straße: 3. Platz in der Kategorie "Urbanes Flächenrecycling"

Auf dem Gelände des ehemaligen Städtischen Schwimmbades ist eine Wohnbebauung mit vier bis acht Vollgeschossen, 100 Wohnungen und einer Tiefgarage entstanden. Das Konzept besteht aus einer L-förmigen Bebauung entlang der Lütticher Straße, im Innenhof stehen 2 Solitärhäuser. Die Flucht der Lanker Straße wird durch die Anordnung eines siebengeschossigen Hochpunktes gewürdigt. Hier springt die Blockecke Wettiner Straße – Lütticher Straße großzügig zurück und schafft Raum für einen Platz mit hoher Aufenthaltsqualität. Leitbild für den Entwurf ist die gründerzeitliche Umgebung, in der Haus neben Haus angeordnet ist, eine vertikale gegliederte Stadt. Eine Mischung aus Klinker- und Putzflächen stärkt die vertikale Gliederung des Entwurfes in nebeneinander angeordnete Stadthäuser.

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Arche-Noah-Quartier: 3. Platz in der Kategorie "Ökologische Wirklichkeit"

Das Projekt realisiert ein Holzbauquartier mit hohem Anteil nachwachsender Rohstoffe auf Grundlage eines bestehenden Bebauungsplans. Die ökologisch motivierte Planung setzt auf recyclebare Materialien, demontierbare Konstruktionen und eine deutliche Reduktion des CO₂-Ausstoßes durch den Einsatz von Holz. Die Architektur entwickelt eine differenzierte Architektursprache. Zugleich steht das Quartier für genossenschaftliches Wohnen und gemeinschaftliches Leben. Der überwiegende Teil der Wohnungen wird preisgedämpft oder öffentlich gefördert realisiert, ergänzt durch frei vermietbare Einheiten. Ein vielfältiges Wohnungsangebot richtet sich an Familien, Paare und Einzelpersonen. Eine Kita mit großen Außenflächen ergänzt das Quartier und stärkt die gemeinschaftlich nutzbaren Hofbereiche.

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Köln

Alte Feuerwache: 1. Platz in der Kategorie "Reaktivierte Zentren"

Die Alte Feuerwache, ein soziokultureller Raum mitten in Köln, bekannt für sein reges Kulturleben, wurde im Zuge der Hofsanierung klimagerecht umgestaltet und um Nutzungsmöglichkeiten und zusätzliche Funktionen erweitert, während der Fokus auf dem Erhalt des besonderen Charmes des Innenhofes im Agnesviertel lag. Ziel war es, die stadträumliche Strahlkraft der Alten Feuerwache, als Bürgerzentrum und lebendiger Ort des politischen und interkulturellen Austausches, durch eine klimaangepasste und partizipativ gestaltete Sanierung zukunftsfähig zu machen. Eine öffentliche Holzwerkstatt, sowie zusätzliche Aufenthaltsangebote, Sitzstufen, Spielbereiche und ein mit Re-Use-Material aufgebauter Schwammkörper zählen zu Erneuerungen die für eine soziale sowie ökologische Nachhaltigkeit sorgen.

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Langhaus Braunsfeld: 3. Platz2. Platz in der Kategorie “Intelligente Nachverdichtung

Das Langhaus Braunsfeld versteht Wohnen als gemeinschaftliche Aufgabe und schafft einen Baustein für ein urbanes Zusammenleben. In einem heterogenen Kontext bietet der Baukörper 75 Wohneinheiten für vielfältige Lebensmodelle auf einem nur 20 m breitem Areal. Ein aktiver, urbaner Sockel mit sozialen und nachbarschaftlichen Nutzungen stärkt den Stadtraum, während differenzierte Wohncharaktere und Schallschutzgrundrisse qualitätsvolles Wohnen trotz schwieriger Lage sichern. Übergänge und halböffentliche Zonen verweben Innen und Außen, Privat und Öffentlich zu einem offenen Gefüge, das Begegnung ermöglicht. Das Konzept entstand im Rahmen der von Stadt Köln 2015 initiierten Entwurfswerkstatt „Zukunft Wohnen“, die das bauliche Verdichtungspotenzial genossenschaftlicher Bestände untersuchte.

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Münster

Neues genossenschaftliches Wohnen in Münster - Grüner Weiler I: 2. Platz in der Kategorie "Soziale Quartiersentwicklung"

Mit dem Projekt W1OXF hat die Grüner Weiler eG ihr erstes Wohnprojekt realisiert. 128 Wohnungen bieten rund 260 Menschen ein Zuhause – in klassischen Wohnungen, Cluster- und Atelierwohnungen oder Apartments für Menschen mit Unterstützungsbedarf. 52 % der Wohnfläche sind öffentlich gefördert. Rund 1000m2 Gemeinschaftsfläche erweitern den individuellen Wohnraum und fördern das Miteinander. Partizipative Planung und Mitgestaltung schaffen Identität und Verantwortungsbewusstsein. Ökologische Bauweise, klimaangepasste Freiraumgestaltung, Mobilitätskonzept, PV-Anlage, Geothermie und Wärmepumpe, Mieterstrommodell und Regenwassermanagement bilden die Basis für DGNB Gold (in Zertifizierung). W1OXF vereint ökologischen Anspruch und soziale Nachhaltigkeit mit hoher gestalterischer Qualität.

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