Smart City Index 2026: Vier NRW-Städte in den Top 10
Mit Düsseldorf, Köln, Bochum und Aachen sind vier Mitgliedsstädte des Städtetages NRW unter den ersten Zehn beim Smart City Index, dem Digitalranking deutscher Großstädte von Bitkom: Düsseldorf (90,9 Punkte) steht auf Platz 5, Platz 6 belegt Köln (89 Punkte), Bochum erreicht Platz 8 (87,2 Punkte). Neu in den Top 10 ist Aachen (85,5 Punkte), das um sechs Plätze auf Rang 10 vorrückt.
Immer höheres Niveau
Insgesamt wird es an der Spitze immer knapper: Zwischen Platz 1 und Platz 3 liegen 1,3 Punkte, im Vorjahr waren es noch 2,2 Punkte. Und das Niveau steigt weiter: Für eine Top-10-Platzierung waren in diesem Jahr 85,5 Punkte nötig, im Vorjahr 84,7 Punkte und 2023 haben 76,6 Punkte genügt. Deutschlands Großstädte erzielen in diesem Jahr im Schnitt 73,8 Punkte im Smart City Index, im Vorjahr waren es noch 70,8.
Mönchengladbach (84,8 Punkte) rückt um 18 Plätze auf Rang 12 vor und steht damit erstmals in den Top 20. In der Mobilität gewinnt die Stadt 24 Plätze, unter anderem durch eine KI-basierte Verkehrssteuerung, ein digitales Verkehrsschildkataster und WLAN im öffentlichen Nahverkehr. Bei Gesellschaft und Bildung reicht es für Rang 3. Neuss (75,5 Punkte) verbessert sich ebenfalls um 18 Plätze auf Rang 38, Gütersloh (64,7 Punkte) um 16 Plätze auf Rang 64.
Hidden Champions der Digitalisierung
Ein Blick in die einzelnen Kategorien zeigt, dass die Stärken breit verteilt sind. In der Verwaltung liegt Krefeld mit der vollen Punktzahl von 100 auf dem ersten Platz (gemeinsam mit Nürnberg). Gelsenkirchen gehört zu den Städten, die in Einzelbereichen deutlich besser abschneiden als in der Gesamtwertung: Die Stadt erreicht bei IT und Kommunikation Platz 8 (gesamt: 46).
Best Practices
Dortmund hat ein flächendeckendes Klima-Messnetz mit 76 Stationen im gesamten Stadtgebiet aufgebaut, das die Hitzebelastung erfasst und über ein interaktives Dashboard sichtbar macht. Damit lassen sich Hitzeereignisse früher erkennen und besonders betroffene Quartiere gezielt identifizieren. Solingen wiederum schließt mit dem Pilotprojekt SMARTKRIS eine Lücke in der Krisenkommunikation: Bisherige Warn-Apps informieren vor allem über Beginn und Ende einer Krisenlage. Künftig sollen auch die Fragen dazwischen beantwortet werden – mit ortsspezifischen Informationen, Ansprechpartnern und Hotline-Nummern für die Menschen vor Ort.
Über den Smart City Index
Analysiert und bewertet wurden alle 83 deutschen Städte mit einer Bevölkerung von 100.000 oder mehr. Untersucht wurden die fünf Themenbereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Bei der Datenerhebung wurden die Kommunen aktiv einbezogen.
Quelle: Pressemitteilung