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Positionspapier 19.10.2026

Digital souveräne Städte in NRW: Unsere Daten. Unsere Infrastruktur. Gemeinsame Verantwortung

Notwendige Voraussetzungen für eine dauerhafte digitale Handlungsfähigkeit auf kommunaler Ebene

Die kommunale Verwaltung steht unter hohem Transformationsdruck: Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, steigende Anforderungen an IT-Sicherheit, Datenschutz und Resilienz sowie begrenzte finanzielle Spielräume stellen Städte vor große Herausforderungen. Gleichzeitig bestehen in zentralen IT-Bereichen und insbesondere bei Fachverfahren erhebliche Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern, die kommunale Handlungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Innovationsmöglichkeiten einschränken. Digitale Souveränität ist daher eine wesentliche Voraussetzung für die verlässliche Erfüllung kommunaler Aufgaben und die Sicherung der digitalen Daseinsvorsorge.

Digitale Souveränität bedeutet, digitale Infrastrukturen, Daten und Systeme so zu gestalten, dass Kommunen selbstbestimmt handeln, technologische Entwicklungen aktiv steuern und Wechseloptionen erhalten können. Dafür braucht es strategische IT-Architekturen, die Interoperabilität, Modularität und Exit-Fähigkeit gewährleisten, sowie eine kommunale Beschaffung, die entsprechende Anforderungen konsequent in Vergaben und Verträgen verankert.

Das Positionspapier bündelt die kommunale Perspektive der Städte in Nordrhein-Westfalen und führt die Überlegungen des Deutschen Städtetages aus dem Jahr 2020 fort. Es konkretisiert die Anforderungen an die kommunale Umsetzung digitaler Souveränität, beleuchtet insbesondere die organisatorischen und technischen Herausforderungen der kommunalen Infrastruktursouveränität und benennt notwendige Voraussetzungen für eine dauerhafte digitale Handlungsfähigkeit.