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Beschulung von Flüchtlingskindern – Zuweisung in Regelklassen

  1. Der Vorstand fordert das Land auf, bei der Beschulung von Flüchtlingen die Fortführung der vor Ort bewährten Modelle weiterhin zu ermöglichen. In Zusammenarbeit zwischen kommunalen Schulträgern und den örtlichen Schulen wurden erfolgreiche Modelle der Beschulung entwickelt und realisiert, die als Ziel eine möglichst schnelle Integration in Regelklassen vorsehen. Regelklassen, die nur aus zugewanderten Schüler/innen bestehen, sind aus integrationspolitischen Gründen hierbei so weit wie möglich zu vermeiden.
     
  2. Der Vorstand erwartet, dass das Land seine Anstrengungen zur Sprachförderung von zugewanderten Schülerinnen und Schülern erhöht. Die frühzeitige und umfassende Sprachförderung ist der Schlüssel für schulischen Erfolg und die Integration aller Schülerinnen und Schüler. Versäumnisse in diesem Bereich sind später nicht oder nur mit erhöhtem Ressourcenaufwand auszugleichen.
     
  3. Der Vorstand bekräftigt seine Forderung, den kommunalen Schulträgern ausreichende Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Eine möglichst schnelle Integration von zugewanderten Schülerinnen und Schülern kann nur gelingen, wenn die kommunalen Schulträger bei der Schaffung zusätzlichen Schulraums finanziell unterstützt werden, die Schulen zusätzliches Personal zur Bildung multi-professioneller Teams erhalten sowie mit einer ausreichenden Anzahl für die Sprachförderung von Zugewanderten ausgebildeter Lehrerinnen und Lehrern ausgestattet werden.
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