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15. 11. 2017

Städte begrüßen Rückkehr zu G9 ab dem Schuljahr 2019/2020

Statement des Vorsitzenden des Städtetages Nordrhein-Westfalen, Oberbürgermeister Pit Clausen aus Bielefeld, zum Übergang G8/G9 gegenüber der "Neuen Westfälischen", dem "Westfalenblatt" sowie den "Westfälischen Nachrichten":

 

"Die Städte begrüßen, dass das Land NRW die Leitentscheidung für eine Schulzeit von neun Jahren an Gymnasien ab dem Schuljahr 2019/2020 gesetzlich regeln will und sich zum Konnexitätsprinzip bekennt. Damit erhalten Schulen, Eltern und die Städte Rechtssicherheit und eine Planungsperspektive.

 

Es ist auch richtig, dass G8-Gymnasien weitergeführt werden können, wenn Schüler, Lehrer, und Eltern sich dafür entscheiden und es vor Ort gut funktioniert. Die Entscheidung hierüber muss gemeinsam von Schulen und dem Schulträger getroffen werden.

 

Welche konkreten Kosten durch die Rückkehr zu G9 und damit für einen zusätzlichen Schülerjahrgang entstehen, wird eine transparente Kostenfolgeabschätzung ermitteln müssen. Diese muss das Land vornehmen und die Kommunen dabei einbeziehen.

 

Mehrkosten entstehen für die Kommunen insbesondere für zusätzliche Unterrichtsräume, Lehr- und Lernmedien sowie die Schülerbeförderung. Viele Schulen werden an- und ausbauen müssen. Mancherorts werden sogar Schulen neugebaut werden müssen, denn in wachsenden Städten kommen Entwicklungen wie Geburtenanstieg, Zuzug von Familien, Beschulung von Flüchtlingskindern, Ganztagsausbau und der geplante Umstieg von G8 auf G9 zusammen."

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