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Städtetag Nordrhein-Westfalen



 
11. 05. 2015

Tarifkonflikt im Sozial- und Erziehungsdienst ist durch Streiks nicht zu lösen

Pressemitteilung der Kommunalen Spitzenverbände in NRW
 

Die kommunalen Spitzenverbände in Nordrhein-Westfalen kritisieren die Streiks der Gewerkschaften im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst, die diese Woche ihren Schwerpunkt vor allem in Nordrhein-Westfalen haben. "Es ist nicht tragbar, dass die Gewerkschaften derzeit erkennbar allein auf Streik statt auf inhaltliche Verhandlungen setzen. Leidtragende des Tarifkonflikts sind so vor allem Eltern und ihre Kinder", erklärten heute die Hauptgeschäftsführer der kommunalen Spitzenverbände, Dr. Stephan Articus (Städtetag NRW), Dr. Martin Klein (Landkreistag NRW) sowie Dr. Bernd Jürgen Schneider (Städte- und Gemeindebund NRW).

Nachdem die kommunalen Arbeitgeber in den Verhandlungen umfangreiche Vorschläge für eine verbesserte Eingruppierung im Sozial- und Erziehungsdienst für Beschäftigtengruppen wie Erzieherinnen und Erzieher, Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger oder Kita-Leitungskräfte unterbreitet haben, fordern die kommunalen Spitzenverbände die Gewerkschaften nachdrücklich auf, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren und sich ernsthaft mit den Vorschlägen auseinanderzusetzen: "Es ist an der Zeit, dass die Gewerkschaften wieder auf den Weg inhaltlicher Verhandlungen zurückfinden, um den Tarifkonflikt so rasch wie möglich zu beenden. Dies erfordert allerdings auch von den Gewerkschaften Kompromissbereitschaft statt Streik", appellierten die Hauptgeschäftsführer der kommunalen Spitzenverbände.

"Die Beschäftigen in Kindertagesstätten und anderen  kommunalen Einrichtungen im Sozial- und Erziehungsdienst leisten eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft, insbesondere bei der Förderung und Entwicklung der Potentiale unserer Kinder. Dort, wo sich Tätigkeiten im Sozial- und Erziehungsdienst weiter entwickelt und verändert haben, wie zum Beispiel in Fragen der Inklusion, der Sprachförderung oder der musischen Erziehung, haben die Arbeitgeber von Anfang an ihre Bereitschaft erklärt, dieses auch im Rahmen verbesserter Eingruppierungsregelungen zu honorieren.  Die von den Gewerkschaften geforderten pauschalen Erhöhungen von teilweise mehr als 20 Prozent haben allerdings den Boden der Realität verlassen."

Darüber hinaus würden die geforderten höheren Gehaltseingruppierungen, die allein im Bereich der Erzieherinnen und Erzieher Entgeltsteigerungen von bis zu 685 Euro pro Monat bedeuten, am Tarifgefüge des öffentlichen Dienstes rütteln. Erzieherinnen und Erzieher verdienen aktuell zwischen 2590 und 3750 Euro. Damit liegen ihre Gehälter schon jetzt höher als andere Ausbildungsberufe im kommunalen öffentlichen Dienst.
 

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