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Städtetag Nordrhein-Westfalen



 
01. 10. 2018

Bonn:
Gemeinsames Gewerbeflächenkonzept mit Rhein-Sieg-Kreis

Die Bundesstadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis haben ihr neues gemeinsames Gewerbeflächenkonzept vorgestellt. Das im Auftrag beider Gebietskörperschaften erarbeitete Konzept stellt einen Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen Stadt und umgebender Region dar.

 

Was lange Zeit vermutet wurde, hat das Gutachten bestätigt: In der gesamten Region gibt es erheblich zu wenig verfügbare Gewerbe- und Industrieflächen (GIB-Flächen), um die anhaltend hohe Nachfrage durch die Wirtschaft decken zu können. Insgesamt haben Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis einen Bedarf an GIB-Flächen von 684 ha; diesem stehen Flächenreserven von lediglich 338 ha gegenüber.

 

Die Hauptaufgabe des Gutachters bestand darin, Flächen zu finden, die in Zukunft eine regionalplanerische Festlegung als Standorte für Gewerbe oder Industrie erhalten können. Hier sind in einem aufwendigen Prüfungsprozess 51 sogenannte "Suchräume" mit einem Gesamtumfang von 614 ha (Gewerbe: 224 ha; Industrie: 390 ha) ermittelt worden, die grundsätzlich als GIB-Flächen geeignet erscheinen. Bei einer einfachen Addition von Suchflächen und vorhandenen Reserveflächen, ergibt sich in der Summe ein Flächenpotenzial, das den Gesamtbedarf der Region um 268 ha überschreitet.

 

Unabhängig vom theoretischen Potenzial an Überhangflächen gibt es jedoch auch Teilräume, die selbst bei vollständiger Nutzung aller Suchflächen ihren zukünftigen Bedarf nicht werden decken können. Insbesondere in Bonn: Insgesamt fehlt es in der Bundesstadt an 173 ha Flächenpotenzialen, um die Nachfrage von Unternehmen befriedigen zu können.

An diesen Ergebnissen wird deutlich, dass Bestandssicherung und Bestandsentwicklung von Betrieben nicht mehr alleine in kommunaler Eigenregie erfolgen kann. Sie muss zunehmend in regionaler Zusammenarbeit betrieben werden. Interkommunale Zusammenarbeit ist hier gefragt.

 

Konkretes Ergebnis des nun erstmals für die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis vorliegenden gemeinsamen Gewerbeflächenkonzeptes ist der Vorschlag, das in Bonn bestehende Defizit von 173 ha planerisch auf das Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises zu übertragen und die dem Kreis zusätzlich zufallenden Flächen als sogenannte "interkommunale Gewerbegebiete" zwischen der Stadt Bonn und der jeweiligen Standortkommune des Kreises zu entwickeln.

 

In einem nächsten Schritt müssen nun möglichst viele der ermittelten Potenzialflächen für Gewerbe und Industrie im Rahmen der Neuaufstellung des Regionalplanes planerisch abgesichert werden. Für interkommunale Gewerbegebiete müssen die jeweils geeigneten Kooperationsformen zwischen den beteiligten Kommunen gefunden und Vereinbarungen über Verteilung und Ausgleich von Nutzen und Lasten getroffen werden, die durch das gemeinsame Gebiet entstehen.

 

Das Denken in kommunalen Grenzen ist Vergangenheit, die Zukunft ist grenzenlos - darüber sind sich alle Beteiligten im Klaren

(Quelle: www.bonn.de)

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