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Städtetag Nordrhein-Westfalen



 
12. 06. 2013

Kongress Kommunale Wirtschaftsförderung in NRW 2013

Essen, 12. Juni 2013: "Zukunft des Wirtschaftsstandortes NRW und seiner Regionen"

 

Umweltminister Garrelt Duin als Hauptredner des Kongresses hob drei Grundsätze hervor, die bei der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung beachtet werden sollen: NRW müsse unbedingt Industrieland bleiben, man müsse stärker auf Regionalisierung bauen sowie die kleinen und mittleren Unternehmen fördern. Dabei gehe es insbesondere darum, die "Stärken zu stärken", den Dialog mit den Bürgern über wirtschaftspolitisch wichtige Projekte zu führen, die Energiewende zu gestalten, eine Verknüpfung von Produktion und Kommunikationstechnologien zu erreichen, die Kreativwirtschaft zu unterstützen, ausreichend Flächen bereitzustellen, international sichtbarer zu werden und die Selbständigkeit zu fördern.

 

In der anschließenden Dialogrunde des Wirtschaftsministers mit dem Vorsitzenden der kommunalen Wirtschaftsförderung, Oberbürgermeister Jörg Dehm aus Hagen, wurden anschließend die aus Sicht der kommunalen Wirtschaftsförderung dringlichsten wirtschaftspolitischen Schwerpunktthemen – Verkehrsinfrastruktur, Gewerbeflächen, Existenzgründungsförderung, Clusterpolitik, Fachkräftesicherung, EU-Strukturpolitik – vertieft. Der Vorsitzende der kommunalen Wirtschaftsförderung legte hier einen besonderen Schwerpunkt auf den schlechten Zustand der Autobahnen, Straßen und Brücken in NRW, die eine konkrete Gefährdung des Wirtschaftsstandorts NRW darstellen. Hier müsse schnell Abhilfe geschaffen werden, um zu verhindern, dass Unternehmen Produktionsstandorte verlagern. Des Weiteren machte er deutlich, dass die Kommunen bei den angesprochenen Themen dringend die finanzielle Unterstützung des Landes benötigen.

 

In einem eindrucksvollen Vortrag des Vorsitzenden des Vorstands der RWE Deutschland AG, Dr. Arndt Neuhaus, stellte dieser die Zukunft der Energieversorgung in NRW dar. Er sprach sich dafür aus, nicht die durch die Energiewende entstehenden Probleme in den Vordergrund zu stellen, sondern deutlich zu machen, welche positiven Auswirkungen mit der Energiewende verbunden sind. Wie Innovation im Bereich der Logistikforschung zur Lösung zentraler Fragen beitragen kann, war Thema des Vortrags von Prof. Dr. Michael ten Hompel vom Frauenhofer-Institut.

 

Insgesamt stieß der Kongress Kommunale Wirtschaftsförderung NRW 2013 mit etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf überaus positive Resonanz. Besichtigt wurden der Tyssen-Krupp-Campus, der Trading Floor RWE und das Essener Universitätsviertel. Interessant war auch in diesem Jahr der Programmpunkt "Wirtschaftsförderung live".

Vorträge zum Download:

  • Zukunft der Energieversorgung in NRW
    Dr. Arndt Neuhaus, Vorsitzender des Vorstandes der RWE Deutschland AG, Essen
  • Perspektiven des Standorts Essen
    Dr. Dietmar Düdden, Geschäftsführer der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesell-schaft mbH
  • EffizienzCluster LogistikRuhr – der Beitrag der Logistikforschung zur Lösung zentraler Fragen
    Prof. Dr. Michael ten Hompel, Geschäftsführender Institutsleiter Fraunhofer-Institut Ma-terialfluss und Logistik, Dortmund

Zum Hintergrund:


In der Kommunalen Wirtschaftsförderung NRW sind die Wirtschaftsförderer der kreisfreien Städte, der Kreise und der kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie die gesellschafts-rechtlichen organisierten kommunalen Wirtschaftsförderer zusammengeschlossen. Der Vor-standsvorsitzende der kommunalen Wirtschaftsförderung NRW ist z. Zt. Oberbürgermeister Jörg Dehm, Hagen. Die Geschäftsführung liegt beim Städtetag NRW, Ansprechpartnerin ist Barbara Leutner (Email: barbara.leutner@staedtetag.de).

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