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03. 09. 2009

Jahrestagung 2009 der AG Kommunale Wirtschaftsförderung in NRW

Mit mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand in diesem Jahr die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Wirtschaftsförderer in Nordrhein-Westfalen (AGKW NRW) am 3. September 2009 in Bochum statt. Unter dem Motto der Jahrestagung "Unternehmensservice – Einheitlicher Ansprechpartner und mehr" stand ein Thema im Mittelpunkt, das zwar bereits seit Jahren auf der Agenda der Wirtschaftsförderer ist, aber mit dem durch die Dienstleistungsrichtlinie einzurichtenden Einheitlichen Ansprechpartner (EA) eine neue Qualität erhält. Das mit der Einrichtung der EA verfolgte Ziel, zur Vereinfachung der abzuwickelnden Verfahren für die Unternehmen beizutragen, haben die Wirtschaftsfördereinrichtungen bereits in der Vergangenheit mit dem One-Stop-Shop, dem Unternehmerservice oder anderen Initiativen verfolgt. Ausdrücklich hat sich daher die Tagung nicht auf die Fragen zum EA beschränkt, sondern auch weitere Initiativen der Wirtschaftsfördereinrichtungen zu einem besseren Unternehmensservice in den Fokus gestellt.

 

Stadtdirektor Paul Aschenbrenner begrüßte die Teilnehmer/innen in Bochum und hob bedauernd hervor, dass trotz der Wirtschaftskrise und der dadurch notwendigen Aktivitäten der Wirtschaftsförderung angesichts der restriktiven finanziellen Rahmenbedingungen in den Kommunen Kürzungen im Bereich der Wirtschaftsförderung unvermeidbar seien. Nach Einführung durch den Vorstandsvorsitzenden der AGKW NRW, Landrat Hans Jürgen Petrauschke, und einem Grundsatzreferat einer Vertreterin des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen zu den aktuellen Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie wurden einzelne Beispiele zum Unternehmensservice und zur Umsetzung des Einheitlichen Ansprechpartners aus München und Dortmund vorgestellt. Ein Unternehmensvertreter machte deutlich, welche Anforderungen aus Sicht der "Kunden" an die kommunalen Verwaltungen bestehen. Darüber hinaus wurde das Ral-Gütezeichen "mittelstandsfreundliche Verwaltung" vorgestellt, das im Hinblick auf Qualität und Schnelligkeit der Verwaltungsleistungen ständig überprüft wird.

 

In der abschließenden Diskussion wurde auf die zwischen Kommunen und Landesregierung kontroversen Punkte des EA-Gesetzes eingegangen. Insbesondere wurde angesprochen, dass mit dem Zwang zur interkommunalen Kooperation künftig Aufgaben der Wirtschaftsfördereinrichtungen auf den EA verlagert würden und zusätzliche bürokratisch Strukturen aufgebaut würden.

 

Die Arbeitsgemeinschaft Kommunale Wirtschaftsförderung in Nordrhein-Westfalen (AGKW NRW) ist der Verbund aller Wirtschaftsförderungseinrichtungen der Städte, Gemeinden und Kreise des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Arbeitsgemeinschaft wurde vor mehr als 30 Jahren von den nordrhein-westfälischen kommunalen Spitzenverbänden Städtetag, Städte- und Gemeindebund sowie Landkreistag gegründet. Städte, Gemeinden und Kreise sind als Mitglieder der Spitzenverbände zugleich auch Mitglieder der AGKW, ebenso wie die regionalen und kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften, die sich im Verband der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen e. V. (VWE) zusammengeschlossen haben. Das wesentliche Lenkungsinstrument der AGKW ist der Vorstand, dem drei von den Spitzenverbänden entsandte Vertreter, ein Vertreter der kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaften und die Sprecher des AGKW-Arbeitskreises angehören.

 

Vorstandsvorsitzender der AGKW NRW ist zurzeit der Landrat des Rhein-Kreises Neuss Hans Jürgen Petrauschke. Sprecher des AGKW-Arbeitskreises ist Hans Werner Diel, der die Jahrestagung wesentlich vorbereitet hat.

Programm und Materialien der Jahrestagung

Begrüßung
Hans-Jürgen Petrauschke

Vorsitzender des Vorstandes der AGKW NRW

Paul Aschenbrenner

Stadtdirektor der Stadt Bochum

 

Positionen der AGKW NRW zur Wirtschaftsförderung in Nordrhein-Westfalen

Hans-Jürgen Petrauschke

Vorsitzender des Vorstandes der AGKW NRW

 

EU-Dienstleistungsrichtlinie: Einrichtung des Einheitlichen Ansprechpartners in Nordrhein-Westfalen

 - Möglichkeiten und Perspektiven -

Dr. Thomas König

Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW

Einheitlicher Ansprechpartner: Das Modell München

Ursula Grunert

Referat für Arbeit und Wirtschaft

- Wirtschaftsförderung - der Stadt München

Unternehmensservice und "Dienstleistungszentrum Wirtschaft" in Dortmund

Udo Mager

Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Dortmund

Unternehmensbetreuung als Standortkriterium

Birger Wunderlich

Geschäftsführer der BlueBox Medienagentur GmbH, Castrop Rauxel

 

RAL-Gütezeichen: Zertifizierter Unternehmensservice

Widerspruch oder Ergänzung zum Einheitlichen Ansprechpartner?

Thomas Schröder

Geschäftsführer der Gütegemeinschaft mittelstandsorientierte Kommunalverwaltungen e.V.

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