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Städtetag Nordrhein-Westfalen



 
03. 12. 2008

Reform der Schulorganisation

Seit vielen Jahren gibt es in Nordrhein-Westfalen – wie im Übrigen auch in den anderen Bundesländern – zur Frage der Schulorganisation bzw. Schulstruktur einen Grundsatzstreit mit verhärteten Positionen, ohne dass bisher eine konsensuale Lösung erreicht werden konnte.

 

Aktuelle Entwicklungen wie die Demografie sowie das veränderte Schulwahlverhalten der Eltern mit seinen Auswirkungen insbesondere auf die Situation der Hauptschulen machen ein Nachdenken darüber erforderlich, wie diesen Entwicklungen, die sich in den nächsten Jahren weiter verstärken werden, auf der kommunalen Ebene begegnet werden kann. Vielerorts besteht bereits heute ein großer Problemdruck, der es erfordert, Lösungen für die sich stellenden Probleme vor Ort anzubieten.

 

Im August 2008 haben sich Mitglieder einer parteipolitisch paritätisch zusammengesetzten Vorstandsarbeitsgruppe getroffen, um Vorschläge für eine Positionierung des Städtetages NRW zum Thema "Reform der Schulorganisation" zu erarbeiten. Die Arbeitsgruppe hat sich in einer sehr konstruktiven Diskussion auf das Positionspapier "Reform der Schulorganisation – Positionen des Städtetages Nordrhein-Westfalen" verständigt (siehe Abdruck unten), das am 3.12.2008 vom Vorstand des Städtetages NRW beschlossen wurde. Dabei stand der Wille aller Beteiligten im Vordergrund, parteiübergreifend pragmatische Lösungen für die Probleme vor Ort zu entwickeln.

 

Grundansatz des vorliegenden Papiers ist, den Kommunen vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen und der jeweils unterschiedlichen Verhältnisse die Option zur Gestaltung der örtlichen Schullandschaft durch Bildung von Verbundschulen bis hin zur Zusammenfassung der weiterführenden Schulen zu "Sekundarschulen" zu eröffnen. Das Gymnasium soll dabei unverändert bestehen bleiben und ist von Verbünden ausgeschlossen. Es geht somit ausdrücklich nicht darum, ein Strukturmodell einfach durch ein anderes zu ersetzen und die Kommunen darauf zu verpflichten. Vielmehr sollen den kommunalen Schulträgern in einem erweiterten Rechtsrahmen flexible Handlungsmöglichkeiten eröffnet und die Durchlässigkeit des Schulwesens insgesamt verbessert werden.

 

Entsprechend enthält das Papier zwei konkrete Vorschläge:

 

- Erweiterung der Möglichkeiten zur Bildung von Verbundschulen im Bereich der weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I: "Sekundarschule" in kooperativer, integrierter oder teilintegrierter Form sowie

 

- optionaler Zusammenschluss der drei Schulformen Hauptschule, Realschule und Gesamtschule ("erweiterte Sekundarschule") und damit Weiterentwicklung der örtlichen Schullandschaft zum Zwei-Säulen-Modell.

 

Aus Sicht der Geschäftsstelle stellen die Vorschläge eine pragmatische Lösung dar, die keinen Zwang auslöst, sondern den Schulträgern Handlungsmöglichkeiten zu adäquaten Problemlösungen unter Berücksichtigung örtlicher Bedarfe eröffnet.

Reform der Schulorganisation (PDF-Datei, 55 KB)

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