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25. 03. 2021

Städtetag NRW: Wechsel- und Präsenzunterricht erst wieder, wenn Test- und Impfstrategie umsetzbar sind

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen fordert angesichts steigender Infektionen vom Land eine Neubewertung der Corona-Lage und Konsequenzen für den Schulunterricht nach den Osterferien.

 

Der Vorsitzende des Städtetages NRW, Oberbürgermeister Pit Clausen aus Bielefeld, sagte nach einer Vorstandssitzung des kommunalen Spitzenverbandes: "Die Virusmutationen machen auch vor den Schulen nicht halt. Deshalb kann nach den Osterferien in der Schulpolitik nicht einfach alles weiterlaufen wie vorher."

 

"Wechsel- und Präsenzunterricht darf erst wieder stattfinden, wenn es eine funktionierende Teststrategie für Schülerinnen und Schüler gibt und eine Impfstrategie für die Lehrkräfte, die umsetzbar ist", so Clausen. "Das Land muss es bis zum Ende der Osterferien möglich machen, dass Schülerinnen und Schüler aller Schulen zweimal pro Woche getestet werden. Auch offene Fragen zum Umgang mit positiv Getesteten müssen schnell geklärt werden."

 

Nur mit mehr Impfungen und regelmäßigen Tests werde es gelingen, den Präsenzunterricht in den Schulen auch unter schwierigen Pandemiebedingungen aufrecht zu erhalten.

 

Klare Regeln fordert der Städtetagsvorsitzende für das Schließen von Schulen und Kitas: "Das Land muss jetzt kurzfristig festlegen, ab welchem landesweiten Inzidenzwert Schulen in den Distanzunterricht und Kitas in die Notbetreuung wechseln sollen. Eltern, Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher, aber auch die Städte müssen wissen, welche Grundregeln nach den Osterferien gelten. Außerdem brauchen die Städte klare Kriterien für die lokale Notbremse ab dem Inzidenzwert 100. Sie müssen vor Ort über Schul- und Kitaschließungen entscheiden können, wenn eine landesweite Regelung nicht greift."

 

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