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18. 12. 2020

Impfstart in Pflegeheimen: Städtetag fordert klare Kriterien

Statement von Pit Clausen, Vorsitzender des Städtetages Nordrhein-Westfalen und Oberbürgermeister aus Bielefeld, zum Start der Corona-Impfungen in NRW gegenüber der Rheinischen Post

 

"Es ist ein positives Signal zum Ausklang eines schwierigen Jahres, dass wir kurz vor dem Beginn der ersten Corona-Impfungen in NRW stehen. Bund, Land und Kommunen wollen gemeinsam, dass die Impfungen ein Erfolg werden.

 

Die ersten Impfungen sollen von mobilen Impfteams in Pflegeheimen vorgenommen werden. Das ist richtig, weil damit Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei einer Corona-Infektion erreicht werden. Für schwierig halten wir allerdings, dass das Land Städten und Kreisen die Entscheidung auferlegt, in welchen dieser Alten- und Pflegeeinrichtungen zuerst geimpft werden soll. Hier wünschen wir uns Kriterien des Landes und eine klare Kommunikation dazu. Denn schon jetzt ist klar: Wir werden mit der ersten Tranche des Impfstoffs bei weitem nicht alle rund 160.000 Pflegebedürftigen in vollstationären Einrichtungen im Land impfen können.

 

Zunächst wird es nur eine begrenzte Anzahl an Impfdosen geben. Welcher Personenkreis damit geimpft werden kann, muss von Bund und Land nun schnell und im Detail festgelegt werden. Besonders wichtig ist, dass klar kommuniziert wird, wer ab wann geimpft werden kann. Es darf nicht zu Erwartungen in der Bevölkerung kommen, die wir nicht erfüllen können.

 

Erst wenn alle Einrichtungen und danach die Mitarbeitenden in den COVID-Stationen der Krankenhäuser versorgt sind, werden die Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen können und Termine anbieten. Aktuelle Terminanfragen können dort noch nicht bedient werden."

 

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