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29. 10. 2020

Städtetag NRW zu Bund-Länder-Beschlüssen: Starke Eingriffe in unser Leben, aber wir müssen glasklar handeln

Statement von Pit Clausen, Vorsitzender des Städtetages Nordrhein-Westfalen und Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, zu den Beschlüssen von Bund und Ländern zum Thema Corona:

 

"Die Beschlüsse von Bund und Ländern greifen stark in unser Leben ein. Aber wir haben so hoffentlich die Chance, in den kommenden Wochen die hohen Infektionszahlen in NRW deutlich zu senken.

 

Wir alle wollen dem Weihnachtsfest und dem neuen Jahr mit Zuversicht entgegensehen. Deshalb müssen wir jetzt so glasklar handeln, obwohl die Entscheidungen schmerzhaft sind. Wir wissen, auf die Menschen kommen mit den drastischen Kontaktbeschränkungen harte Wochen zu. Um die Zeit bis Ende November gut zu überstehen, zählen wir auf Verständnis und Solidarität der Menschen. Dabei ist auch Nachbarschaftshilfe wichtig für diejenigen, die besondere Unterstützung brauchen.

 

Die Beschlüsse sollten nun zügig durch die Landesregierung umgesetzt werden. Und die angekündigten Hilfen des Bundes bei wirtschaftlichen Einbußen müssen rasch greifen. Dass sämtliche Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen schließen müssen und die Gastronomie stark eingeschränkt wird, ist ausgesprochen bitter.

 

Gerade in der Kultur, im Sport und in der Gastronomie sind mit großen Anstrengungen tragfähige Hygienekonzepte entwickelt worden. Umso wichtiger ist deshalb die finanzielle Unterstützung dieser Betriebe, Einrichtungen und Solo-Selbständigen wegen ihrer Einnahmeausfälle im November.

 

Und wir müssen den Menschen gut erklären, warum diese Schritte jetzt nötig sind. Bei 75 Prozent der Infektionen ist inzwischen nicht mehr klar, wo sich jemand angesteckt hat. Das zeigt, warum jetzt mit so weitreichenden Beschränkungen versucht werden muss, die Pandemie wieder einzudämmen."

 

 

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