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Städtetag Nordrhein-Westfalen



 
29. 04. 2020

Stufenweise Kita-Öffnungen: Städte erwarten, dass das Land Hinweise aus der kommunalen Praxis berücksichtigt

Statement von Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetages Nordrhein-Westfalen, zum Kita-Stufenplan der Jugendministerkonferenz und weitere Kita-Öffnungen in NRW

 

"Den Städten ist bewusst, dass die Corona-Epidemie gerade für Familien mit kleineren Kindern eine Riesenherausforderung ist. Umso wichtiger ist es, eine gute Balance zu finden zwischen dem Wunsch nach offenen Kitas, den viele Eltern verständlicherweise haben, und dem weiterhin nötigen Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Die Städte unterstützen den Weg eines behutsamen Wiedereinstiegs, auf den sich die Jugendministerkonferenz der Länder geeinigt hat. Das muss wohlüberlegt geschehen. In Nordrhein-Westfalen erwarten die Städte, dass das Land bei einer stufenweisen Öffnung der Kitas die Hinweise aus der kommunalen Praxis berücksichtigt, um Kinder, Eltern und das Betreuungspersonal bestmöglich zu schützen.

 

Dazu gehört, dass klar definiert wird, welche Personengruppen ab wann wieder in die Kita gehen dürfen. Jede neue Regelung muss einfach und für alle Beteiligten nachvollziehbar formuliert sein und rechtzeitig vorliegen. Denn die Städte, Kitaträger und die Kita-Leitungen vor Ort brauchen einen zeitlich ausreichenden Vorlauf, um die neuen Regelungen vorzubereiten und handlungsfähig zu sein. Das Land ist gut beraten, den Sachverstand der Kommunen und der Kindergartenträger in seine Pläne miteinzubinden.

 

Wichtig für künftige Entscheidungen sind die Erfahrungen aus den jüngsten Lockerungen vom 27. April. Außerdem ist den Städten wichtig, dass die Kitas nicht ihre Belastungsgrenzen überschreiten. Hier braucht es verlässliche Zahlen, wieviel Personal in den Einrichtungen tatsächlich zur Verfügung steht. Denn viele Erzieherinnen und Erzieher gehören zu den Risikogruppen und sollten derzeit nicht in den Kitas eingesetzt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern Indizien dafür, wie viele Kinder verantwortungsvoll wieder betreut werden könnten. Dabei spielt auch die aktuelle Situation vor Ort in jeder Kita eine Rolle. Für die Städte hat der Infektionsschutz weiter eine hohe Priorität. Sollten die Infektionszahlen wieder anschwellen, wäre mehr verloren als gewonnen."

 

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